Freibad Wildeshausen

Projektbeschreibung

Freibad im "Krandelbad" in Wildeshausen, Neubau

Die Sanierung des Freibades Krandelbad in Wildeshausen modernisierte eine technisch überalterte Anlage aus den 1970er‑Jahren vollständig und machte sie energieeffizient, barrierefrei und zukunftsfähig. Das neue 50‑Meter‑Kombibecken, die Sanierung des Springerbeckens, eine Breitrutsche sowie neue Kinder- und Wasserspielbereiche bilden heute das funktionale Zentrum der Anlage. Die Gestaltung orientiert sich eng am Naturraum des Krandelwaldes und setzt auf klare Wegeführung, Übersichtlichkeit und ein harmonisches Farbkonzept.

Ein wesentlicher Bestandteil der Erneuerung ist das ausgefeilte Konzept der technischen Gebäudeausrüstung. Der neue Technikkeller wurde als unterirdische Erweiterung des Hallenbades realisiert, wodurch Medien wie Wasser, Wärme, Strom und Chlorgas über kurze Leitungswege gemeinsam genutzt werden können. Dadurch konnten Investitions‑ und Betriebskosten deutlich reduziert und die Betriebssicherheit erhöht werden. Die Badewasseraufbereitung erfolgt über zwei getrennte Anlagen mit zusammen 580 m³/h Umwälzleistung. Energieeffiziente Permanentmagnetmotoren, moderne Filtration nach DIN 19643 sowie eine vollautomatische Chlorgasdosierung gewährleisten eine konstant hohe Wasserqualität. Rückspülwasser wird zur Vorwärmung von Frischwasser genutzt, was Energie spart und die Effizienz steigert.

Die Wärmeversorgung des Freibades erfolgt über das vorhandene Fernwärmenetz, das durch zwei Blockheizkraftwerke im Klärwerk gespeist wird. Rund 80 % des Wärmebedarfs werden über regeneratives Klärgas gedeckt. Edelstahl-Plattenwärmetauscher sorgen für eine bedarfsgerechte Beckenbeheizung, wobei das Kinderbecken separat regelbar ist. Alle technischen Anlagen sind in die Gebäudeleittechnik des Hallenbades eingebunden und zentral überwachbar.

Mit dieser Kombination aus architektonischer Erneuerung, moderner Technik und nachhaltiger Energieversorgung wurde ein leistungsfähiges, wirtschaftliches und zukunftsorientiertes Freibad geschaffen, das von den Bürgern bereits gut angenommen wird.

Fertigstellung 2025

 

Fotos: Stephan Brendgen Fotodesign, Sandstraße 24, 40789 Monheim